Kartons stapeln, Maschinen beschicken, Produkte umsetzen: Cobots können wiederkehrende Handgriffe übernehmen und Mitarbeitende körperlich entlasten. Ob sich ihr Einsatz lohnt, hängt vom gesamten Prozess ab – vom Packstück über den Greifer bis zur fertigen Palette.
Ein kollaborativer Roboter, kurz Cobot, kann Produkte aufnehmen und an einer festgelegten Stelle ablegen. In Verpackungsbetrieben ist das besonders am Ende einer Linie interessant: Dort werden Kartons oder Gebinde oft über Stunden von Hand palettiert. Cobots kommen aber auch an anderen Stellen zum Einsatz.
Typische Anwendungen
- Palettieren: Kartons, Trays oder Gebinde werden nach einem vorgegebenen Lagenbild auf Paletten gesetzt.
- Maschinenbeschickung: Der Roboter legt Teile in eine Maschine ein und entnimmt sie nach der Bearbeitung.
- Pick-and-Place: Produkte werden aufgenommen, ausgerichtet und in Kartons, Trays oder auf eine andere Förderstrecke umgesetzt.
- Weitere Prozesse: Je nach Produkt und Anlage sind auch Dosieren, Verschrauben, Oberflächenbearbeitung und Prüfaufgaben möglich. Verpackungs-Insider Engineering zeigt solche Anwendungen in seinem Lösungsportfolio.
Beim Palettieren entscheidet mehr als der Roboterarm
Der Greifer muss das jeweilige Packstück sicher aufnehmen und absetzen. Ein stabiler Karton stellt andere Anforderungen als ein Beutel, Eimer oder empfindliches Gebinde. Gewicht, Schwerpunkt, Oberfläche und Maßabweichungen beeinflussen die Auswahl.
Auch die Verpackung selbst gehört zur Planung. Verformt sich ein Karton unter Last, kann das sowohl das Greifen als auch die Stabilität der Palette beeinträchtigen. Deshalb betrachten wir Produkt, Verpackung, Zuführung, Greifer, Lagenbild und Ladungssicherung als zusammenhängenden Ablauf.
Modulare Palettierlösungen können Roboter, Greifsystem, Bedienoberfläche und weitere Komponenten verbinden. Verpackungs-Insider beschreibt beispielsweise das Einrichten neuer Produktvarianten über Parameter sowie den möglichen Einsatz von Sensorik und Bildverarbeitung. Welche Ausstattung gebraucht wird, muss anhand der konkreten Packstücke und Taktzeiten geprüft werden.
Fünf Fragen vor der Investition
- Wie viele Packstücke müssen pro Stunde verarbeitet werden – auch bei Spitzenlast?
- Welche Maße, Gewichte und Verpackungsarten kommen vor?
- Wie werden Produkte zugeführt und volle Paletten abgeholt?
- Welcher Greifer und welche Erkennungstechnik sind erforderlich?
- Wie sehen Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept und Wirtschaftlichkeitsrechnung für die tatsächliche Anlage aus?
„Kollaborativ“ bedeutet dabei nicht automatisch, dass ein Roboter ohne Schutzmaßnahmen betrieben werden kann. Das Sicherheitskonzept richtet sich nach der konkreten Anwendung.
Vom Packstück bis zur fertigen Palette
Verpackungs-Insider verbindet Verpackungswissen mit der Planung des Palettierprozesses. Gemeinsam prüfen wir, welche Gebinde verarbeitet werden, welches Lagenbild gebraucht wird und wie sich die Anlage in bestehende Abläufe einfügt.
Sie möchten Cobot-Palettieren für Ihren Betrieb prüfen? In unserer Cobot_Palettieren_Verpackungs-Insider(1).pdf zeigen wir den möglichen Aufbau und die Leistungen. Mit Angaben zu Produkt, Kartonmaßen, Gewicht und gewünschter Stundenleistung können wir darauf aufbauend ein individuelles Angebot erstellen.
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